Wermutkraut

Wermutkraut (Artemisia absinthium L) ist auch unter den Namen „bitterer Beifuß“ und „Alsem“ bekannt.

Wermutkraut ©Gerhard Seybert - Fotolia.com

Wermutkraut ©Gerhard Seybert – Fotolia.com

Das wohl beliebt-berüchtigtste Getränk „Absinth“ wird nicht ohne Grund auch Wermutspirituose genannt – Wermut bildet hier die Grundlage dieses doch eher gewöhnungsbedürftigen Getränkes, das es in vielen Variationen gibt.

Wermutkraut ist sehr stark im Geschmack, daher empfiehlt es sich vorerst eine kleine Menge Wermutkraut (ca. 1 TL) pro Tasse mit kochendem Wasser zu übergießen. Den Tee ca. 6-8 Minuten bedeckt ziehen lassen. Nicht süßen (bitter und süß harmonieren wirklich gar nicht miteinander)! In kleinen Schlucken zu sich nehmen.

Haben Sie Probleme mit dem Magen und der Magenschleimhaut, dann trinken Sie den Tee ca. eine halbe Stunde vor dem Essen.

Bei Gallenproblemen rät es sich, den Tee nach dem Essen als Digestif zu sich zu nehmen.

Kleiner Tipp: Mit etwas Pfefferminze schmeckt der Wermutkrauttee frischer!

Wenn Sie unter Blutarmut leiden, dann mischen Sie Brennnessel und Wermutkraut (Verhältnis 3:1), fügen desweiteren etwas Pfefferminze, Tausendgüldenkraut sowie ein Paar Wachholderbeeren hinzu. Diesen Tee sollte man 3x täglich trinken.

Bitte beachten Sie bei regelmäßiger Anwendung, dass nach 6 Wochen eine Pause eingelegt werden sollte. Informieren Sie sich über eine Alternative.

Wermutkraut als Gewürz in der Küche

In kleinen Mengen lassen sich mit Wermutkraut insbesondere schwere Speisen wie Gans, Ente, Schwein oder Wild verfeinern.

Wichtige Informationen

Wermutkraut geschnitten und getrocknet

Wermutkraut geschnitten und getrocknet

In der Volksmedizin wird Wermut auch als Abtreibungsmittel und zu Einleitung der Geburt verwendet. Während der Schwangerschaft sollte man hiernach einen Tee mit Wermutkraut oder andere Getränke mit Wermut nicht einnehmen! Es kann zur Schädigung des Fötus bis hin zur Abstoßung des Fötus kommen!

Er wird nur von einem Gynäkologen unter dringender Aufsicht verordnet! In der homöopathischen Medizin wird das Kraut auch bei Magenschleimhautentzündungen, Krampfleiden und Erregungszustände verwendet. Hierzu werden die Blätter und Blüten verwendet, um ein homöopathisches Mittel herzustellen.

In der poetischen Sprache steht Wermutkraut für die Bitterkeit und Traurigkeit, der so genannte Wermutstropfen.

Heute gilt die Wirksamkeit des Wermuts gegen Appetitlosigkeit bzw. allgemeinen Beschwerden im Verdauungstrakt als bewiesen. Auch die Anregung der Leberfunktion kann verbessert werden.

Bei einer üblichen Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Allerdings kann eine zu hohe Dosierung ernsthafte Schäden verursachen (Thujonvergiftung). Diese macht sich u.a. durch Erbrechen, Nierenschäden und Magen- und Darmkrämpfen bemerkbar.

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Diese Angaben dienen rein informativen Zwecken.
Es besteht keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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